Die Fellpflege
Das Naturprodukt Fell ist ein langlebiger und dabei anspruchsloser Pflegling. Sie brauchen keine teuren Reinigungsprodukte oder anderweitigen Utensilien.
Sie benötigen dafür lediglich:
- Eine handelsübliche, frische Zitrone
- Eine Tasse kaltes Wasser
- Ein weißes Baumwolltuch oder Laken
- Einen herkömmlichen Haushaltsschwamm
- Einen weichen Lappen aus heller Baumwolle
- Einen sanften Teppichklopfer
- Einen passenden Kamm oder eine Fellbürste
Was ist im Alltag zu tun?
Ein fachgerecht gegerbtes Fell besitzt durch das im Vlies enthaltene natürliche Wollfett (Lanolin) eine hervorragende Eigenschutzbarriere gegen äußere Einflüsse. Wenn Sie Ihr Fell als exklusive Dekoration – zum Beispiel im Wohnzimmer als Auflage für Sessel oder Sofa – nutzen, ist es ganz normal, dass sich mit der Zeit alltäglicher Hausstaub auf dem Haarkleid ablegt.
Aufgrund der elastischen Fellstruktur kann sich dieser Staub jedoch nicht dauerhaft festsetzen. Schütteln Sie Ihr Fell einfach regelmäßig im Freien kräftig aus. Legen Sie es anschließend für ein bis zwei Stunden über eine Stuhllehne an die frische Luft zum Auslüften. Ihr Naturprodukt regeneriert sich dabei von selbst und erhält sofort wieder einen angenehm frischen Duft.
Flecken im Haarkleid entfernen – Leicht gemacht
Trotz aller Vorsicht kann es vorkommen, dass auch einmal ein Fleck entfernt werden muss. Sie benötigen nun ein bis zwei Teelöffel frischen Zitronensaft, eine Tasse kaltes Wasser und ein sauberes, möglichst helles Baumwolltuch, um den Fleck auf natürliche Weise punktuell und vorsichtig auszutupfen. Bei hartnäckiger Verschmutzung können Sie die Mischung an der Oberfläche etwas einwirken lassen. Achten Sie dabei jedoch unbedingt darauf, dass die Lederhaut nicht nass wird, um spätere Aushärtungen des Leders zu vermeiden.
Flecken und Grauschleier auf der weißen Lederhaut entfernen
Nutzen Sie dafür einen ganz normalen Haushaltsschwamm. Mit der rauen Seite streichen Sie mit sanftem Druck kräftig über die Lederhaut. Es entsteht ein feines Peeling, welches Flecken und einen möglichen Grauschleier unkompliziert abträgt. Im Anschluss streichen Sie mit der feinen Schwammseite nach – fertig! Die Lederhaut ist wieder sauber und samtig weich.
Die perfekte Haarpflege – Kamm oder Bürste?
Das ist ganz Ihrem Geschmack überlassen. Sie entscheiden selbst, wie häufig Sie Ihr Fell kämmen möchten, um den fantastischen, edlen Fellglanz dauerhaft zu erhalten und zu bewahren. Drei Werkzeuge eignen sich dafür ideal:
- 1. Der Naturkamm: Dieser ist von Natur aus antistatisch, besitzt zwei verschiedene Zahnungen sowie eine ergonomische Form. Er ist hervorragend geeignet für die wöchentliche, unkomplizierte Pflege durch das Aufkämmen von Kurzhaar und Langhaar.
- 2. Die Holzbürste mit Wildschweinborsten: Diese Bürsten aus edlem Buchenholz sind mit reinen Naturborsten bestückt. Die Anwendung ist besonders sanft, wirkt antistatisch und die Fellstruktur wird nach dem Gebrauch außergewöhnlich geschmeidig und glänzend.
- 3. Die Seidenglanzbürste: Mikrofeine, besonders dichte Borsten reinigen und befreien das Lammfell ganzheitlich von Hausstaub oder Verunreinigungen. Sie geben dem Haarkleid seinen natürlichen Fellglanz bis in die Spitzen zurück.
Ein traditioneller Haushaltstipp für die Auffrischung
Ist Ihr Fell schon das eine oder andere Jahr alt? Verpassen Sie ihm eine echte Verjüngungskur und frischen Sie es komplett wieder auf! Legen Sie Ihr Fell im Winter in frischen, sauberen Pulverschnee – und zwar mit der Fellseite nach unten und der Lederseite nach oben. Decken Sie die Lederseite mit einem großen, weißen Baumwolltuch (z. B. einem Bettlaken) ab und klopfen Sie es mit dem Teppichklopfer tüchtig aus. Wiederholen Sie den Vorgang auf einer frischen Schneefläche so lange, bis der Schnee unter dem Fell sich nicht mehr verfärbt. Lassen Sie das Fell im Anschluss langsam bei Zimmertemperatur trocknen – Sie werden vom Ergebnis begeistert sein!